Vanessa Kloster

Was bedeutet für Sie Karriere und hatten Sie schon immer einen angestrebten Weg vor Augen, bzw. das konkrete fachliche Interesse im Immobilienbereich? Was sind Ihre nächsten Karriereschritte?

Karriere bedeutet für mich vor allem persönliche Weiterentwicklung und nicht das klassische „Hochklettern der Leiter“. Dazu gehört auch, bewusst nicht immer den naheliegendsten Weg zu wählen, um dazuzulernen. Mein Interesse an der Immobilienbranche war schon früh da: Ich habe Praktika beim Architekten und bei der Stadt als Bauzeichnerin gemacht und danach Betriebswirtschaft mit Schwerpunkt Immobilienwirtschaft im dualen System studiert. Heute nutze ich die vielfältigen Entwicklungspotenziale meiner aktuellen Position gezielt weiter; an einem Endpunkt sehe ich mich noch nicht.

Was war auf Ihrem bisherigen Karriereweg die größte Herausforderung und was haben Sie davon mitgenommen? Was würden Sie Ihrem Jüngeren Ich mitgeben?

Eine große Herausforderung war, mich nach dem dualen Studium und insgesamt neun Jahren beim ersten Arbeitgeber aus der Rolle der „ehemaligen dualen Studentin“ zu lösen. Der entscheidende Schritt war der Unternehmenswechsel: Formal in eine leicht „schwächere“ Position, inhaltlich aber mit großem Entwicklungssprung. So konnte ich besser einschätzen, welche Richtung ich in der Immobilienbranche verfolgen möchte. Ähnlich war es, als ich in meiner jetzigen Funktion das Team übernommen habe, in dem ich zuvor selbst mitgearbeitet habe. Auch hier musste ich mich schnell beweisen. Meinem jüngeren Ich würde ich sagen: Dranbleiben, mutig sein und Chancen entschlossen nutzen.

Welche Vor- und Nachteile sehen Sie bei Unternehmenswechsel? Inwieweit haben die Wechsel Ihren Einstieg in eine Führungsposition begünstigt?

Unternehmenswechsel haben mir neue Themenfelder eröffnet und geholfen, meine Stärken und Erwartungen an eine Position klarer zu definieren. Die Rolle als stellvertretende Abteilungsleitung bereitete mich ideal auf die spätere Abteilungsleitung vor. Ein Wechsel bedeutet aber auch: sich neu beweisen, abgrenzen oder auch zu erklären, warum man Schritte geht, die auf dem Papier vielleicht wie ein Rückschritt aussehen.

Welche Formen von Networking nutzen Sie und welche Rolle hat es für Ihre bisherige Entwicklungslaufbahn gehabt?

Für meine Entwicklung war vor allem das interne Netzwerk wichtig, wie zum Beispiel das Netzwerk für neue Führungskräfte am Flughafen Köln/Bonn und der offene Austausch mit Kolleg:innen. Zusätzlich engagiere ich mich gerne über meine eigentlichen Aufgaben hinaus und erweitere so mein Netzwerk. Auf LinkedIn nutze ich vor allem die Informationsfunktion. Sehr geprägt hat mich ein früherer Vorgesetzter als Mentor. Unterstützer sind wichtig. Letztlich entscheiden aber der eigene Wille, die Leistungsbereitschaft und der Mut, ob man Verantwortung übertragen bekommt.

Interviewt von: Carolin Engesser | Zurich Insurance & Greta Vollbach | Stadt Köln
Vanessa Kloster
Abteilungsleiterin Real Estate Vermietung | Köln Bonn Airport