Dr. Monique Offelder

Um die gläserne Decke zu durchbrechen, bedarf es insbesondere Mut, Ausdauer, Entschlossenheit und Sichtbarkeit, um Hindernisse zu überwinden und den eigenen Weg erfolgreich zu gehen.

Baut Ihre Karriere auf bewussten Entscheidungen auf oder gab es Wendepunkte, die Sie dorthin geführt haben, wo Sie heute sind?

Die Entscheidung, Führungskraft zu werden, hat sich bei mir bereits während des Jurastudiums gefestigt – insbesondere durch meinen Schwerpunkt im Arbeitsrecht. Mir war früh klar, dass ich mit Menschen arbeiten und Veränderung gestalten möchte. Ein wichtiger Wendepunkt war das Traineeprogramm der Stadt Köln mit Fokus auf Führung. Durch die sehr sichtbaren, exponierten Stationen dort habe ich nicht nur die Stadtverwaltung in ihrer ganzen Breite kennengelernt, sondern auch ein großes Netzwerk aufgebaut. Mentoring spielte ebenfalls eine entscheidende Rolle: Ich war Teil des ersten Mentoring-Programms der Stadt Köln, das mich fachlich, aber vor allem durch das Netzwerk der Mit-Mentees weitergebracht hat. Karriere macht man nie allein – diese Erfahrung prägt mich bis heute.

Unterscheidet sich Ihrer Meinung nach der Führungsstil von Männern und Frauen? Und haben Sie Ihren Stil jemals einer männlich geprägten Kultur angepasst?

Für mich steht Authentizität an erster Stelle. Wissenschaftlich gibt es Unterschiede im Führungsverhalten – Männer und Frauen bringen teils unterschiedliche Stärken mit und wollen auch unterschiedlich geführt werden. 2024 ist vieles allerdings nicht mehr so trennscharf. Moderne Führung verlangt Empathie, Coaching, Entwicklung und ein echtes Interesse am Menschen. Das liegt vielen Frauen oft von Natur aus, aber es ist ein Führungsstil, den alle beherrschen sollten. Ich habe meinen Stil daher nie angepasst und kann das auch niemandem empfehlen. Authentisch zu bleiben ist der Schlüssel.

Welche Rolle spielt das Thema „Frauen in Führung“ in Ihrer Arbeit – und sind Förderprogramme noch notwendig?

Das Thema begleitet mich täglich. Wir haben in Köln eine hervorragende Gleichstellungsstelle, mehrfach ausgezeichnet – unter anderem mit dem Total Equality Zertifikat. Wichtig ist jedoch vor allem Haltung: Schon im Auswahlprozess fragen wir gezielt nach dem Mindset zur Frauenförderung. Wir bieten Fortbildungen für Frauen, Jobsharing-Modelle und arbeiten an Unterstützungsangeboten etwa zum Thema Pflege. Sind Förderprogramme noch nötig? Jein. Es braucht weiterhin die aktive Ansprache von Frauen und die Sensibilisierung der gesamten Belegschaft – heute jedoch im größeren Kontext von Diversität. Netzwerke bleiben dabei ein wesentlicher Erfolgsfaktor.

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Dr. Monique Offelder
Amtsleiterin Personal- und Verwaltungsmanagement I Stadt Köln